Pilot-Ausbildungsfarm für Kleinbauern

Ein wichtiger Schritt zum Aufbau von landwirtschaftlicher Bildung

BURKINA FASO / MALI: Die Hauts-Bassins Region, Kénédongon Province, in Burkina Faso und die dritte (3ème) Region, Circle of Sikasso, Mali, grenzen aneinander mit ähnlichen klimatischen, demographischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen in Westafrika an. Beide Länder gehören zur Sahelzone, und zu den Ärmsten der Welt.

Während Afrika 13% der Weltbevölkerung ernähren muss, produziert es nur 4% der Geflügelprodukte weltweit selbst. Für viele Menschen in Afrika ist der Konsum von Geflügelprodukten ein Luxus. Wegen des hohen Anteils der jugendlichen Bevölkerung ist der Bedarf an tierischen Proteinen insgesamt sehr hoch.

Es gibt keine adäquate Ausbildung für Geflügelbauern. Deshalb sind besonders kleine Betriebe nicht in der Lage, ihren Hof richtig zu bewirtschaften. Hinzu kommt, dass sie sich nicht mit der Vorbeugung bzw. Behandlung von Krankheiten der Tiere auskennen. Die Qualität der Produktion ist ineffizient.

Wegen des steigenden Bedarfs wird das Geflügelfleisch tiefgefroren u. a. aus Brasilien, China oder der EU importiert.
Durch eine angemessene Finanzierung, hochqualifizierte technische Fähigkeiten und eine Steigerung der Qualität würde die lokale Geflügelindustrie eine bessere Nachfrage verzeichnen und auf dem Markt bestehen können.

Ausbildung insbesondere für die ärmsten Kleinbauern

Das Pilotprojekt Ausbildungsfarm in Burkina Faso und Mali verfolgt das Ziel einer Modellfarm das Klein-Farmer unterstützt, sich eine professionelle Interessenvertretung entwickelt, und dass ein nachhaltiges Finanzsystem und ein zentrales Verkaufssystem entstehen. Die Einrichtung begleitet die Bauern bei allen Aspekten der Geflügelproduktion. Trainingsprogramme, an denen regelmäßig kleine Gruppen von ärmsten Farmern teilnehmen und ihnen landwirtschaftliches Wissen vermitteln, werden entwickelt. Ebenso spielt die Kontrolle der Tiergesundheit und Hygiene eine große Rolle im Trainingsprogramm.

Die Pilotfarm mit einem kleinen Hostel für diejenigen, die einen zu weiten Fußweg zum Zentrum haben, entsteht. Das Gelände wurde vom Bürgermeister der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf von Frauen geführten Farmen, um deren Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen.

Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe

Die Landwirtschaft und kleine Unternehmen werden nachhaltig gefördert. Langfristig soll die Geflügelzucht in den Ländern insgesamt gesteigert werden, die Eierproduktion erhöht und das Einkommen der Farmer verbessert.
Ein sehr wichtiger Aspekt ist zudem, dass die Ernährung der Menschen entscheidend verbessert wird, die Ernährungssicherheit gefördert wird und zudem ein Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung geleistet wird.