Projekt „Ein Ei am Tag – Ernährungssicherheit für Afrika“

 

Die Sache mit dem Ei… und der Kampf gegen Unterernährung

Neben dem wertvollsten Eiweiß finden sich im Ei ebenso ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor, Selen, Schwefel und Jod. Das Ei enthält zudem Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Vitamin B2, Nicotinamid, Pantothensäure, Vitamin B6 und Folsäure. Ein Ei deckt zudem etwa 35% des täglichen Vitamin B12-Bedarfs des Menschen und beim gekochten Ei wird das Biotin, auch Vitamin B7 genannt, verfügbar, das für gesunde Haare, Haut, Stoffwechsel und Nerven notwendig ist. Nur Vitamin C fehlt dem Ei zur absoluten Perfektion, es ist aber allemal das natürlichste, unverarbeitetste Nahrungsmittel…

Die Gemeinde Koloko in Burkina Faso gehört verwaltungstechnisch zur Region Hauts-Bassins, und damit zur Provinz Kénédougou.

Sie umfasst 18 Dörfer. Auf der anderen Seite der Grenze in Mali liegt die Gemeinde Finkolo mit ihren 17 Dörfern, sie gehört zum Landkreis Sikasso.

Die Gemeinden Finkolo und Koloko grenzen aneinander, weisen die gleichen klimatischen und agrarischen Gegebenheiten auf und bilden auch im historischen Kontext des ehemaligen wohlhabenden Königreichs von Kénédougou, das sich hier im 17.Jahrhundert erstreckte – eine Einheit, die nur durch eine willkürlich gezogene Staatsgrenze beschnitten wurde.

Tatsächlich besteht die Bevölkerung beider Standorte im Wesentlichen aus der Ethnie der Sénoufo mit landwirtschaftlichen Haushalten, die auch Kleinviehzucht betreiben.

Zu den landwirtschaftlichen Aktivitäten gehören der Getreideanbau mit Mais, Sorghum, Hirse und etwas Reis, die sogenannten „Cash Crops“ wie z.B. Baumwolle sowie der Gemüseanbau mit Kartoffeln, Kohl, Tomaten, Zwiebeln und die Geflügelzucht. Aufgrund fehlender Bildung, Kapitalmangel und der Klimaveränderungen müssen die Menschen meist bei über 38 Grad und den Dürreperioden überleben. Die Geflügelzucht wie auch der Gemüseanbau in Bezug auf Produktion und Vermarktung im Allgemeinen befindet sich noch im Anfangsstadium und dabei stoßen die Ärmsten auf eine Reihe von immer wiederkehrenden Schwierigkeiten, die letztlich struktureller Natur sind.

Generell sind in Burkina Faso und Mali Lebensmittel knapp und das Überleben der großen Anzahl an sehr armen Haushalten mit meist weniger als 1,50 US$ pro Tag zwingt viele Menschen in die Flucht.

Die klimatischen Veränderungen, flukturierende bzw. rückläufige Niederschlagsmengen bis hin zu kurzfristigen Dürreperioden wirken sich negativ auf die landwirtschaftliche Produktion im Projektgebiet aus.

Auch die geringe Fähigkeit und Bildungsarmut führt dazu, dass die Menschen ihre Produkte nicht zu vermarkten wissen, was wiederum zur Verringerung des Einkommens beiträgt, sowie den Zugang zu benötigten Nahrungsmitteln weiter einschränkt.

Diese Tatsachen, verstärkt durch das sehr begrenzte Ernährungswissen der betroffenen Haushalte, erhöhen die Nahrungsmittelunsicherheit und wirken sich negativ auf den Ernährungszustand der Kinder im Alter von 0-59 Monaten, insbesondere jedoch auf diejenigen der Altersgruppe von 0-23 Monaten mit Symptomen der Mangel- bzw Unterernährung aus.

Regelmäßig ein Ei pro Tag kann diesen Symptomen mit einer Reduktion der Prävalenz von Wachstumsbeeinträchtigung bzw. Verkümmerung um bis zu 47% und von Untergewicht um bis zu 74% und mit geringsten Kosten entgegenwirken.

Und da kommt das Ei ins Spiel… und Ihre Spende!

Arme Familien werden vom Projektteam in Koloko und Finkolo ausgesucht. Sie verdienen deutlich weniger als das staatlich „garantierte“ Mindesteinkommen von rund 50 € im Monat, versorgen jeweils bis zu acht Familienmitglieder, haben kleine Kinder und sie sind gewillt an einer kurzen Ausbildung in Geflügelzucht teilzunehmen.

Diesen Familien werden mit dem Projekt Legehennen, Hähne und Geflügelfutter zur Verfügung gestellt, denn: ein Ei pro Tag kann das Leben eines Kleinkinds retten!

Und es funktioniert!

Ein herzliches Dankeschön von ärmsten Familien aus Burkina Faso und Mali!

Mit einer Einzelspende von z.B. 500,00€ konnten 16 Familien mit dem „Empowerment“-Programm, Legehennen, Hähne und Geflügelfutter, unterstützt werden!

Die ersten 8 Familien konnten erfolgreich den Kurs abschließen und wurden mit den „Selbstversorgungs-Paketen“ begünstigt.

Helfen Sie mit, arme Familien mit Legehennen, Hähnen, Geflügelfutter und Schulungen zu unterstützen!