60 % der Wohnungen einzugsbereit: Darum kommt es zur Verzögerung

Auf die Bewohner wartet in ihren neuen Wohnungen Wasser- und Stromanschluss.

Ute-Henriette Ohoven, UNESCO Sonderbotschafterin und Gründerin der YOU Stiftung, reiste mit Claudia Jerger, Vize-Präsidentin des Stiftungskuratoriums, am 29. Oktober in den Senegal, um den Bezug der Wohnungen zu begleiten. Denn 60 Prozent der Wohnungen sind einzugsbereit.

Eigentlich sollte dies bei ihrem Besuch geschehen, doch die Wasseranschlüsse waren noch nicht angeschlossen. „Es wäre nicht zu verantworten gewesen, die Bevölkerung ohne Wasser in die neuen, sehr schönen Wohnungen einziehen zu lassen“, erklärt die Sonderbotschafterin der UNESCO.

Hausmeister*innen sind mitverantwortlich für die Wohnungen

Doch für die Menschen in Baraka heißt der Einzug in die neuen, modernen Wohnungen auch eine Phase der Umgewöhnung. Für sie beginnt damit auch eine neue Lebensweise, mit der auch eine hohe Sensibiliserungskampagne durchgeführt wird.

„Natürlich werden die Bewohner Freude daran haben – vor allem die Kinder, wenn sie ewig unter der Dusche stehen oder auf einer Toilette sitzen“, schildert Ute-Henriette Ohoven. „Aber Wasser kostet Geld und Toiletten können verstopft werden. Auch das Kochen auf einem Herd ist eine große Umgewöhnung und es kann kein Feuer auf dem Boden in den Wohnungen stattfinden.“

Daher werden für die Fürsorge Hausmeister*innen ausgebildet, um die Kontrolle zu gewährleisten. So werden sie unter anderem die Aufsicht übernehmen, damit der Müll nicht auf die Straßen geworfen wird oder Hühner in der Wohnung gehalten werden.

Alle Kinder in Baraka können jetzt eine Schule besuchen

Die Erweiterung der Schule wurde mit einer Einweihung eröffnet, bei der die Spender Leon Löwentraut und Dirk Geuer von Geuer & Geuer Art anwesend waren. Neben ihnen nahm auch Senegals Bildungsminister M. Abdoulaye Talla mit seiner gesamten Delegation teil.

„Durch die Erweiterung wurde ein zweiter Stock mit zwei weiteren Klassenzimmer aufgebaut, sodass jetzt alle Kinder von Baraka in die Schule gehen können und der Bildungszyklus komplett ist. Das Bildungsministerium übernimmt die Schule und stellt sowohl die Lehrkräfte und auch alles Nötige für den Schulbetrieb.“

Ein Blick auf die erweiterte Schule in Baraka.

Baraka kurz vor der Fertigstellung

Des Weiteren werden im nächsten Bauabschnitt die 47 Läden, Geschäfte und Werkstätte gebaut. Die Menschen sind fast alle ausgebildet. „Baraka geht in die nächste Phase und wir freuen uns auf die kommenden zwei Jahre bis zu Fertigstellung“, bilanziert Ute-Henriette Ohoven.

„Wir danken allen Spendern, die uns so großartig unterstützt haben und an unserer Seite sind. Ich wünsche Ihnen alle friedvolle und gesegnete Weihnachten und ein gutes Jahr 2020.“