Wiederverwertung von Plastikmüll in Mali und Burkina Faso

“Empower a woman and a whole community will benefit!” (“Stärke eine Frau und eine ganze Gemeinschaft wird davon profitieren!”

Die Arbeiten des Projekts zur Wiederverwertung von Plastikmüll zu Schultischen begannen im Januar 2020 zunächst mit einer Aufklärungskampagne des lokalen Teams zur Information und Sensibilisierung für die Verwaltungsbehörden von Mali (Sikasso) und Burkina Faso (Koloko).

Anschließend wurden Umwelttreffen organisiert. Das erste Umwelttreffen zur Wiederverwertung von Kunststoffabfall Anfang März 2020 hat die Interessengruppen über das Projekt und die Herausforderungen durch Kunststoffabfälle für die Umwelt und den Klimawandel informiert und sensibilisiert, sowie die gesundheitlichen Folgen, die durch willkürlich entladenen Müll und illegale Mülldeponien hervorgerufen werden.

Beim zweiten Umwelttreffen wurden Frauen für die Hygieneausbildung angeworben und je Land ein Ausschuss von 25 Personen für wiederverwertbare Kunststoffe ausgewählt. Zwei Lagerstätten für Kunststoffabfälle wurden angelegt, eine in Koloko (Burkina Faso) und eine in Finkolo (Mali).

Fünf Ausbildungsmodule/Curricula (theoretisch und praktisch) wurden für die „Hygiene-Facharbeiterinnen“ entwickelt:

  1. Allgemeines, 2. Rechtlicher Rahmen, 3. Müll- und speziell Plastikmüllentsorgung (Vorbehandlung, Schneiden, Verpacken, Transport), 4. Gesundheit und Sicherheit, 5. Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen bei einer nicht fachgerechten Entsorgung von Kunststoffabfällen.

Beim Ausbruch der Covid-19-Epidemie Mitte März 2020 hat das lokale Team Schutz- und Hygienemaßnahmen bei allen Aktivitäten integriert. Der Ausbruch der Pandemie im Projektgebiet in Mali und Burkina Faso hat die Projektimplementation, wie so vieles, verzögert. Nach der Lockerung der Covid-Schutzmaßnahmen im Juni entwickelten sich die Projektaktivitäten jedoch sehr schnell weiter.

Mit Unterstützung der technischen Umweltdienste der beiden Länder können die Frauen den Kunststoff nach Bougoula transportieren, wo der Kunststoff in naher Zukunft – sobald alle Gerätschaften bereit stehen werden ­­­– zu Schultischen verarbeitet wird.

Schutzausrüstung für die Frauen wurden bereitgestellt.

Die Frauen können bereits verwertbare Kunststoffe an die Gemeinden verkaufen und somit Einkommen für sich und ihre Familien schaffen.

Planung einer Anlage zum Sammeln, Recyceln und Produzieren von Schulbänken aus Kunststoffabfall

Die Pläne für eine Anlage von 93 m2  in Sikasso / Mali, bestehend aus einer Werkstatt, einer Trocknungsanlage, einem Sortier- und Bauschuppen, einem Lagerhaus und einem Büro wurden erstellt.

Die Entwicklung und der Bau einer modernen Maschine zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen, zur Herstellung von Schultischen ist in Arbeit. Zwei weitere Maschinen zur Verarbeitung von Kunststoffabfällen und zur Herstellung einer flüssigen Paste zur Weiterverarbeitung wurden bestellt.

Insbesondere das Thema Hygiene und Sicherheit während der Ausbildung von MitarbeiterInnen im Sanitärbereich hat dazu beigetragen, das Bewusstsein in diesem Bereich zu schärfen, und gute Hygienepraktiken – regelmäßiges Händewaschen und Tragen eines Mund-Nasenschutzes zur Eindämmung der Virenausbreitung ­– zu vermitteln.

Danke für die großzügige Unterstützung an die Deutsche Postcode Lotterie!

Der “Clean-Service”

Mitarbeiterinnen werden mit Ausrüstung zur Reinigung von privaten und öffentlichen Plätzen ausgestattet.

Die Gemeinden sind sauber mit weniger Plastikmüll, Frauen haben eine einkommensschaffende Tätigkeit und die Schulen werden mit Tischen ausgestattet.

Plastikmüll wird für die Recyclinganlage verpackt.