Moldawien: Was dort dank der medialen Weihnachtsaktion erreicht wurde

Noch im vergangenen Jahr war es für viele unvorstellbar, dass Nikita seinen Rollstuhl verlassen wird.

Zahlreiche Leser und Leserinnen der Recklinghäuser Zeitung spendeten Ende 2017 für Kinder und Jugendliche in Moldawien, die in extremer Armut leben müssen. Nur die wenigsten können eine Schule besuchen. Mithilfe der Spenden konnten mehrere Projekte gefördert werden, so wie auch dem Jungen Nikita, dem nun, im wahrsten Sinne des Wortes, die Welt zu Füßen liegt…

Noch vor einem Jahr saß Nikita in einem Rollstuhl, denn er kam mit infantiler Zerebralparese auf die Welt. Diese Krankheit kommt durch eine frühkindliche Hirnschädigung zustande, dessen Folgen Bewegungsstörungen sind. Betroffene müssen mit einem gestörten Gleichgewichtssinn und z.T. sehr stark beeinträchtigter Motorik leben.

Moldawisches Gesundheitssystem rudimentär

Eine medizinische Behandlung ist bei infantiler Zerebralparese notwendig, damit sich die Krankheit nicht weiterentwickelt und die Bewegungsstörungen schlimmer werden. In einigen Fällen kann sie sogar zur Verbesserung führen, das Leben lebenswürdiger machen. Doch ohne jegliche Mittel stehen diese Chancen aus. Erst recht in Moldawien, dem Armenhaus Europas, dessen Gesundheitssystem rückständig ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zahlt die Republik Moldau pro Kopf fast 190 US-Dollar. Andere Entwicklungsländer stehen weitaus besser dar.

Dank der Unterstützung der Spender ist Nikita nicht mehr auf einen Rollstuhl angewiesen

Nikita darf sich in dieser miserablen Ausgangslage glücklich schätzen. Denn in seinem Fall erlaubte eine Weihnachtsaktion für Moldawien auch die Operation und anschließende Rehabilitation, die zu großen Verbesserungen führten – und zwar so weit, dass er mittlerweile gehen kann! Ein unglaubliches Gefühl für den Jugendlichen, der zum ersten Mal auf seinen Beinen stehen kann.

„Liebe Spender, vielen Dank für Eure Unterstützung. Ihr habt mir ein zweites Leben geschenkt!“, sagte Nikita eine Woche vor Beginn seiner Reha-Therapie.

Seine Behandlung wurde im vergangenen Jahr aufgenommen, seitdem zeigt er kontinuierliche Fortschritte. Er muss heute nicht mehr im Rollstuhl sitzen, was in einem Land wie Moldawien eine nochmals größere Herausforderung ist. Bei einem ersten Ausflug ins Stadion mit seiner Mutter stand er auf seinen eigenen Beinen, ging seine eigenen Schritte. Die Welt liegt dem Jungen damit nun regelrecht zu Füßen.

Hilfe für Moldawien

Nikitas Operation war eine von vielen Programmen, die mit der Recklinghäuser Weihnachtsaktion für Moldawien durch die YOU Stiftung gefördert wurden. Diese Aktion unterstützte vier weitere Projekte im Land: ein inklusives Ausbildungszentrum für Jugendliche, eine Schule für die sozialpsychologische Entwicklung von Kindern im Vorschulalter, insbesondere von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, ein Sportprojekt für die Entwicklung körperlicher Fähigkeiten von Kindern mit begrenzten Gesundheitskapazitäten und ein besonderes Kindergartenprojekt für an Tuberkulose erkrankte Kinder.

Für die Kinder in Moldawien, dem Armenhaus Europas, konnte ein weiterer großer Meilenstein gelegt werden, neue Chancen entstehen, um sich aus dem Strudel der bitteren Armut zu entwickeln. Für viele bleibt der Schulbesuch ein fernliegender Traum, der ohne weitere Hilfe unerreichbar bleiben wird.

Durch Ihre Unterstützung können Kinder und Jugendliche langfristig und nachhaltig ein menschenwürdigeres Leben ermöglichen. Gleiche Chancen fördern für unsere eine Welt.

Spendendaten:

You Stiftung – Bildung für Kinder in Not

Commerzbank Düsseldorf
IBAN: DE 72 300 400 00 0 34 80 100 00
BIC: COBADEFFXXX

Verwendungszweck: Gesundheit