Mikrounternehmer: Fischerfrauen aus Yoff

Ute-Henriette Ohoven besucht die Fischerfrauen in Yoff. Das Projekt wird jetzt begonnen.

Das weitere Projekt für Fischverkäuferinnen-West Afrika, folgend des ersten Piloten „Fischverkäuferinnen Ouakam“,  stärkt eine neue Gruppe von 50 Frauen aus Yoff (Senegal), um sie zu einer GIE – Interessengemeinschaft zu vereinen, damit sie ihren Fischverkauf professionalisieren und ein soziales Mikro-Unternehmen aufbauen. Mit einer gemeinsamen Kasse soll ein Umlaufvermögen angespart werden, aus dem jede Frau regelmäßig Kleinkredite bekommen kann, um das Geschäft auszubauen und ein angemessenes Einkommen zu erwirtschaften. 

Das Projekt wird allen Fischverkäuferinnen ermöglichen mit neuen Kühlbehältern, Eis und richtiger Lagerung von Fischen zu arbeiten. Im ersten Schritt sichern Mikro-Kredite bessere Konditionen und gemeinsam eine größere Einkaufmenge bei den Fischern zu erzielen, dies wiederum ermöglicht den Frauen höhere Gewinne aus dem Verkauf. Im zweiten Schritt entstehen so neue Rücklagen für weitere Anschaffungen und Ausgaben.

Bereits im Jahr 2017 haben wir Fischverkäuferinnen zu Mikrounternehmerinnen ausgebildet.

Die Frauen sollen zudem Kühltruhen erhalten, um den Fisch frisch zu halten und ihre Tätigkeit professionell und nachhaltig auszuüben. Auf diese Weise können sie auch größere Fische wie „Thiofs“ einkaufen und ihr Angebot in die umliegenden Stadtteile ausdehnen.

Nur Mütter und Eltern die angemessenes Einkommen erwirtschaften, können ihre Kinder in die Schule schicken, haben Zugang zu Gesundheitsvorsorge und können ein selbstbestimmtes Leben führen.

Frauen auf dem Fischmarkt

Hintergrund:
Die Fischverkäuferinnen sitzen am Strand und warten auf die Fischerboote, die langsam mit ihrem Fang zurückkehren. Die Frauen haben Vereinbarungen mit den Fischern, damit diese ihnen einen kleinen Teil ihrer Fänge verkaufen. Bislang konnte jede Frau durch fehlende finanzielle Rücklagen nur sehr wenige Fische kaufen und ihn auch nicht ausreichend kühlen oder länger aufbewahren. Sie haben kein Eis oder Kühlbehälter und keinen Kühlschrank. Sodass sie direkt nach dem Kauf der Fische zu Fuß loslaufen und ihre Ware in direkter Nachbarschaft schnellstens verkaufen. Bei der Hitze verdirbt der Fisch nach weniger als einer Stunde. Immer wieder kehren die Frauen zu den Fischern am Strand zurück, um den geringen Verdienst sofort wieder für Ware einzusetzen – so arbeiten sie den ganzen Tag, in der Hoffnung abends für ihre Kinder ein, zwei Fische und etwas Reis nach hause zu bringen.

Spendendaten:

You Stiftung – Bildung für Kinder in Not

Commerzbank Düsseldorf
IBAN: DE 72 300 400 00 0 34 80 100 00
BIC: COBADEFFXXX

Verwendungszweck: Fischverkäuferinnen