Corona – wie sind die ärmsten Länder der Welt betroffen?


Auch in Afrika ist COVID-19 angekommen. Nachdem anfänglich nach den Ausbruchherden China und Italien, anschließend ganz Europa mehr und mehr vom gefährlichen Corona-Virus befallen worden ist, werden jetzt auch Krisenherde und chronisch unterversorgte Länder in Afrika und Asien mit höheren Infektionszahlen zu kämpfen haben.

Bis jetzt sind 27 Länder in Afrika betroffen, laut WHO sind 739 Menschen infiziert, 20 Menschen sind gestorben. Aber niemand weiß wie viele Infizierte es gibt, denn es fehlen auch die notwendigen Tests.

Auf die schnelle und heftige, vorher nie dagewesene Ausbreitung der äußerst gefährlichen Erkrankung sind diese Regionen nicht vorbereitet. Während die Industrieländer die Voraussetzung zum Einhalten der Hygienerichtlinien erfüllen können, sanitäre Einrichtungen, fließendes Trinkwasser, Möglichkeiten zum Waschen mit Seife haben, ist in den ärmsten Ländern diese Grundversorgung nicht vorhanden. Dies trifft die Menschen dort jetzt besonders hart.

Ohnehin bestehen Engpässe in der Lebensmittelversorgung, Hygienevorrichtungen sind mangelhaft bis nicht vorhanden, Menschen sind auf der Flucht oder leben in überfüllten Camps – sie haben keine Chance, sich zu schützen.

Experten fürchten, dass eine starke Ausbreitung der Krankheit durch die großen Mängel in den Gesundheitssystemen nicht verhindert werden kann.

Südafrika, Senegal, Ghana, Äthiopien und Kenia haben mittlerweile Maßnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, so unter anderem auch zweiwöchige Schulschließungen, Aussetzung öffentlicher Veranstaltungen, Streichen von Flugverbindungen etc. Teilweise wurde der nationale Notstand erklärt.

In Asien, wie Bangladesch, Pakistan u.v.m. herrschen ähnliche Voraussetzungen und die Menschen dort erwartet das gleiche Schicksal.

Die Zahlen der Infizierten steigen rasch, die Sorge der Regierungen vor einer tickenden Zeitbombe ist gegeben und es droht ein Ausbruch mit sehr hohen Infektionszahlen.