5 solarbetriebene Brunnen in Matam konnten fertiggestellt werden – das Projekt „Drill for Wellbeing“

Wasser in einem Haushalt bedeutet Lebensqualität und Wohlergehen. Es spielt eine entscheidende Rolle für Hygiene, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung.

Die Versorgung aller Menschen mit sicherem Trinkwasser ist eins der nachhaltigen Entwicklungsziele, der SDGs (Sustainable Development Goals) der vereinten Nationen. Die grundlegende Wasserversorgung und der Zugang zu sanitären Einrichtungen für Menschen in abgelegenen und ländlichen Gebieten in Entwicklungsländern ist eine besondere Herausforderung, der sich die YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not mit ihren Partnern erfolgreich gestellt hat.

Ziel des Projekts ist neben dem Zugang zu Trinkwasser ebenso die Verbesserung der Erträge der Gemeinde Matam durch die Nutzung der Wasserversorgung, die Schaffung von kleinbäuerlichen Aktivitäten, die Stärkung von Frauen und damit die Verbesserung der Gesamtsituation der armen Familien.

Durch die Kontaktaufnahme zum regionalen Wasserversorgungswerk konnten anhand einer Auswahlliste Orte eruiert werden, die für die Umsetzung des Projekts in Frage kamen. Die Dörfer Gourel Barry, Gourel Sike, Ballel Ndiakiry, Gourel Bade und Lordouga mit insgesamt 2600 Bewohnern wurden dabei für das Projekt ausgewählt.

Unter Einbeziehung der senegalesischen lokalen Verwaltungsbehörden und der Gemeinden haben die Begünstigten Schulungen zu den Grundzügen des Projekts von den Projektpartnern vor Ort erhalten. Alle beteiligten Akteure werden so in einem partizipatorischen Ansatz Verantwortung für das Projekt tragen.

Vorstellung des Brunnen-Projekts beim Gouverneur von Matam

Vorstellung des Projekts beim Bürgermeister

Treffen der Bewohner in den Gemeinden

Das von der YOU Stiftung beauftragte Projektteam hat die unterschiedlichen Projektmaßnahmen koordiniert. Dazu gehörte neben der Bauplanung auch die Organisation der Finanzen, des Personals, der Logistik und die Überwachung der Aktivitäten. Die Überwachung erfolgte, zusammen mit ausgewählten Personen aus den Gemeinden, in zweimonatlichen Besuchen, bei denen sich das Projektmanagement über den Stand der Bauausführungen informierte und dokumentierte.

Die Baumaßnahmen konnten beginnen, nachdem Angebote verschiedener lokaler Unternehmen angefordert worden waren. Diese wurden ausgewertet, und es konnte anhand verschiedener Kriterien wie Kosten, Erfahrung mit ähnlichen Konstruktionen, mögliches Datum der Fertigstellung und verfügbare Personal-Kapazitäten ein Bauunternehmen ausgewählt werden.

Planung der baulichen Maßnahmen vor Ort

Die Bohrung erfolgt durch ein lokales Unternehmen

Errichtung eines Solar-Panels, das die Brunnenpumpe betreibt

Einer der fertiggestellten Brunnen mit Tank

Die Phasen des Brunnenbaus waren folgendermaßen

  • Bohren und Aufstauen
  • Bau von Wassertürmen
  • Installation von Solarpumpen
  • Installation von Tanks und Rohrleitungen

Der Bau dauerte durchschnittlich 1 bis 3 Monate.

Die Nutzung der Brunnen in den begünstigten Dörfern (4 von 5) begann unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten. In jedem Dorf wurde eine Einweihungszeremonie in Anwesenheit des Dorfvorstehers, der Vorsitzenden der Frauengruppe und einer Vertreterin der betroffenen Gemeinde organisiert. Diese Treffen waren eine Gelegenheit zu erwähnen, dass die Verwaltung der Brunnen und die damit generierten Einnahmen in der Verantwortung der Frauenorganisation liegen.

Zwischen dem 6. und 23. April 2021 wurden Schulungseinheiten in den Dörfern organisiert. Ziel der Schulungen war es, die Begünstigten des Projekts, insbesondere Frauengruppen, zu befähigen, das Erreichte nachhaltig aufrecht zu erhalten.

Dafür wurden Trainer mobilisiert, die in folgenden Bereichen Unterrricht erteilten:
Landwirtschaft
Buchhaltung
Finanzmanagement

Und optional:
Produktionstechniken von Seife
Obst- und Gemüseproduktion
Gärtnerei

Herausforderungen wie Sprachbarrieren, Trockenheit, Hitze und die extreme Abgeschiedenheit der Orte wurden gemeistert, damit die Lebensumstände der Menschen der Region durch die neuen Brunnen verbessert werden konnten. Hygiene, Gesundheit und Ernährung sind ein großer Schritt, um den Ärmsten der Welt eine menschenwürdige Zukunft nachhaltig zu ermöglichen.