Gala-Abend mit Spenden zugunsten der YOU Stiftung

Spenden für den guten Zweck in HeidelbergEin toller Abend für den guten Zweck in Heidelberg. Die 200 eingeladenen Gäste der Charity-Gala im Crowne Plaza City Centre zeigten sich äußerst spendabel. Mit ihrer Unterstützung wurde die 19. Golf Charity Veranstaltung „swing for Kids“ in Heidelberg zum großen Erfolg. Für das Projekt von UNESCO-Sonderbotschafterin Ute Ohoven „Baraka – vom Slum zum autarken Stadtteil“ kamen 32.000 Euro an Spenden zusammen.

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Das Leben im Slum

Die You-Stiftung hat ein neues Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt, weil man in dem Projekt vielen Kindern helfen kann, denen es im Leben sehr schlecht geht. Es geht darum, dass die Stiftung im Land Senegal auf dem Kontinent Afrika in einem Gebiet, in dem die Menschen sehr arm sind, neue Häuser bauen möchte. Es sollen neue Bäume gepflanzt werden, neue Märkte entstehen. Die Menschen sollen lernen, neue Jobs zu übernehmen und vieles mehr. So soll es den Menschen dort besser gehen und die Kinder sollen mehr Chancen auf ein besseres Leben haben.

Das Projekt soll, wenn es umgesetzt wurde, ein Beispiel sein, das man auch in anderen Gegenden mit Armut umsetzen kann. Damit alles gelingt, ist eine Menge Planung wichtig. Wir erklären euch in den nächsten Wochen, wo das Projekt stattfindet und was genau alles gemacht werden soll und warum.

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Beginnen werden wir mit dem Ort, in dem das Projekt umgesetzt wird. Hier lebt der Junge Ibrahima. Er ist sieben Jahre alt und hat neben seiner Mama Seynabou und seinem Papa Mohammed noch zwei Schwestern. Sie heißen Fatou und Binta.

Ibrahimas Zuhause befindet sich mitten in der Stadt Dakar. Das ist die Hauptstadt des Landes Senegal. Der Ort heißt La Baraka und ist ein Slum (ausgesprochen: zlamm). Als Slum bezeichnet man ein Gebiet, in dem die Menschen so arm sind, dass sie noch nicht einmal richtige Häuser haben. Die Erwachsenen haben oft keine Arbeit und es gibt meistens nur sehr wenig zu essen. Es gibt keine Schulen, keine Krankenhäuser oder Geschäfte, in denen man einkaufen kann. Ohne richtige Häuser haben die Menschen auch keine Dinge wie ein Badezimmer mit Toilette, eine Küche mit Herd und Backofen, eine Heizung, wenn es kalt wird, oder bequeme Betten mit Matratzen. Nur sehr selten gibt es in Slums Strom. Darum gibt es natürlich auch keine Fernseher oder Radios oder Glühbirnen in den Lampen.

Ibrahima wohnt in dem Slum La Baraka mit seinen Eltern und seinen Geschwistern in einer kleinen Hütte aus Wellblech. Das ist ein Blech, das ganz viele Wellen hat, damit es besser hält. In den Hütten ist nicht viel Platz. Natürlich gibt es keine extra Zimmer für die Kinder. Meistens gibt es ohnehin nur einen Raum, in dem auch alle zusammen nachts schlafen.

Es gibt kein Wasser aus dem Wasserhahn. Wenn sich Ibrahimas Familie waschen möchte oder seine Mama Wasser zum Kochen braucht, dann gehen Ibrahima und seine Schwestern mit einem Eimer oder einer Schüssel zu einem Brunnen, um dort das Wasser zu holen. Deshalb gibt es oft für die Kinder ganz schön viel zu schleppen. Ein voller Eimer mit Wasser ist richtig schwer.

In La Baraka kann man auch keine richtigen Straßen finden oder Wiesen und Bäume mit Blättern. Der Boden ist aus Sand und trocken und staubig. Oft sind im Sand auch Steine, Ton und Holz. Und Müll, denn es gibt in La Baraka keine Mülleimer und die Bewohner schmeißen den Abfall einfach irgendwohin auf die Straße. Den Sand gibt es auch in den Hütten als Boden. Das ist für Ibrahima eine ganz schön kratzige Angelegenheit, weil man den Sand nie loswerden kann. Außer vielleicht, wenn es regnet. Dann wird aber alles zu Schlamm und richtig matschig.

Meistens spielt Ibrahima mit seinen Geschwistern und Freunden draußen vor den Hütten. Dort sind auch die Erwachsenen und vertreiben sich die Zeit, weil die Hütten zu klein und zu eng sind. Vor den Hütten wird deshalb auch gewaschen und über einem Lagerfeuer gekocht. Weil dort draußen so ziemlich alles gemacht wird, sieht es da ganz schön chaotisch aus. Überall liegen Töpfe und Eimer, Teekannen und Geschirr. Die Wäsche wird zum trocknen einfach auf eine Leine mitten auf der Straße gehängt. Zwischen den Kindern, Erwachsenen und Hütten und dem ganzen Chaos laufen auch viele Tiere wie Ziegen und Schafe frei herum. Alles ist einfach ganz anders als bei uns Zuhause.

Beim nächsten Mal erzählen wir euch, woher die Familien kommen, die in La Baraka wohnen. Und wir erzählen auch, was die Menschen, die dort Leben, den ganzen Tag so in dem Slum machen.

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