Baraka: Für jede Familie eine richtige Wohnung

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In Baraka: Die Menschen freuen sich jedes Mal, wenn Ute Ohoven zu Gast ist. Sie gibt ihnen Hoffnung. Fotos: YOU Siftung

Auf dem Plan für die jüngste Projektreise in den Senegal stand vor allem der Besuch im Slum Baraka, Dakar. Dort galt es wichtige Verträge abschzuschließen- vor allem mit den 2000 Menschen, die in dem Armutsviertel wohnen, aber auch mit verschiedenen Ministerien.

„Wir haben uns mit jeder Familie einzeln getroffen, um mit ihnen den weiteren Ablauf zum Umbau zu besprechen“, sagt Ute-Henriette Ohoven. Dabei sei es auch darum gegangen, mögliche letzte Fragen und Unklarheiten zu klären. Das Oberhaupt jeder Familie hat außerdem einen Vertrag unterzeichnet, in dem alle Rechten und Pflichten eines jeden nach dem Umbau von Baraka geregelt sind. Auf diese Weise werden Unstimmigkeiten und Missverständnissen vermieden, den Bewohnern wird die letzte  Unsicherheit genommen.

Im Augenblick hausen die Menschen in einfachsten Hütten. Sie haben keine andere Wahl, als dort auf offenem Feuer zu kochen, ihren Unrat auf die Straße zu werfen und mit Ziegen und Hühnern unter einem Dach zu leben. All diese Dinge sind natürlich in neuen Wohnungen in einem modernen Stadtteil undenkbar. Und genau diese Dinge sind beispielsweise in den Verträgen geregelt. „Wir möchten, dass die Menschen harmonisch und gleichberechtigt im neuen Baraka zusammenleben und auch die Verantwortung für ihren Stadtbezirk tragen. Die Regeln bilden dafür die Grundlage“, sagt Ute-Henriette Ohoven.

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Wichtig war außerdem die Zuteilung der Apartments in den neuen Häusern für die einzelnen Familien. Damit sich niemand benachteiligt fühlen muss, sind die Wohnungen je nach Größe der Familie zugelost worden. Dazu waren auch Vertreter des Bauministeriums anwesend, welches im vergangenen Jahr durch die Volkszählung die Grundlage für die Wohnungsberechnung geschaffen hatte. Die Freude bei allen Familien war entsprechend groß – schon bald ziehen sie aus ihren Hütten in richtige Wohnungen.

Im Gesundheitsministerium traf Ute-Henriette Ohoven auf Dr. Fadel Kane, einen engen Berater des Ministers. In Baraka entsteht mit Unterstützung von deutschen Zahnärzten eine kleine Zahnarztstation, in der die Menschen behandelt und über Zahnhygiene aufgeklärt werden. Die Untersuchungen sollen einem hohen Standard folgen, weshalb die behandelnden Ärzte auch aus Deutschland geschult werden. Das Gesundheitsministerium gab seine Zusage, die Zahnklink nach dem Bau zu übernehmen und so die Versorgung der Menschen sicherzustellen.

Staatspräsident Macky Sall zu Besuch in Baraka

Ebenso werden Schule und Kindergarten in Baraka vom Bildungsministerium nach der Fertigstellung übernommen. Der Unterricht orientiert sich an den Lehrplänen der UNESCO, damit die Kinder qualitativ hochwertige Inhalte lernen. Die Übernahme der öffentlichen Einrichtungen durch die Regierung des Senegals ist ein wichtiger Bestandteil für die Nachhaltigkeit des Projektes.

In einer abschließenden Bürgerversammlung in Baraka hatten die Menschen noch einmal Gelegenheit, all ihre Fragen und Wünsche anzusprechen. Aber Ute-Henriette Ohoven nahm die Bewohner auch in die Pflicht: „Wir bringen Ihnen einen modernen Stadtteil, schaffen Berufe und wichtige Einrichtungen, die ihr Leben verändern. Jetzt verlange ich, dass Sie sich einbringen und mitarbeiten. Die Verantwortung für ein neues, besseres Baraka, liegt auch bei jedem einzelnen von Ihnen!“

Schon Ende November ist ein erneuter Besuch in Baraka geplant, bei dem die Fortschritte geprüft werden.

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Spendendaten:

You Stiftung – Bildung für Kinder in Not

Commerzbank Düsseldorf
IBAN: DE 72 300 400 00 0 34 80 100 00
BIC: COBADEFFXXX

Verwendungszweck: Baraka

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