Hungersnot in Burkina Faso

Die Region West Sahel steht vor einer schweren Hungersnot. Bereits geschätzte 15 Millionen Menschen haben nicht genügend zu Essen; insbesondere für betroffene Kinder sind die Folgen von Mangelernährung fatal. Viele Länder der Region, darunter der Binnenstaat Burkina Faso, haben bereits um nationale und internationale Solidarität gebeten.

Wesentliche Faktoren für die humanitäre Katastrophe sind Dürre, damit einhergehende wiederholte Ernteausfälle und steigende Getreidepreise. Burkina Faso ist zudem mit massiven Flüchtlingsströmen aus Mali konfrontiert und versorgt zum gegenwärtigen Zeitpunkt insgesamt 21.653 Flüchtlinge. Hierbei handelt es sich um Tuareg, die auch aufgrund politischer und militärischer Bedrängnis aus Mali geflüchtet sind und in den Provinzen Soum und Oudalan im Norden Burkina Fasos in Camps untergebracht werden.

Der Dringlichkeit Rechung tragend, bereitete die Stiftung mit ihrem Projektpartner HOPE’87 seit Mitte Januar 2012 eine erste humanitäre Intervention in Djibo, im Norden Burkina Fasos vor. Diese Sofortmaßnahme unterstützte sowohl die lokale Bevölkerung als auch die in den Camps Djibo/Mentao und Djibo/Damba lebenden Flüchtlinge aus Mali.

Mit der gezielten Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneprodukten („Hygiene-kits“) an die Notleidenden, mit speziellem Fokus auf Frauen, Familien mit Kindern und Menschen mit besonderen Bedürfnissen, können 2.400 Personen einen Monat lang versorgt werden.

UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. Ohoven reiste bereits im März 2012 in die Flüchtlingslager, um bei der Verteilung von Lebensmitteln zu helfen. Hygiene- und Sanitärmaßnahmen sind in der Planung. In einer späteren Phase sollen durch Aktivitäten im Bereich „Education in Emergencies“ insbesondere Kinder im schulpflichtigen Alter, als besonders verletzliche Zielgruppe, betreut werden.