Jeder Mensch hat das Recht auf sauberes Wasser

Weltwassertag 2017

An der Wasserstelle versorgen sich die Menschen jeden Tag. Foto: Archiv

Die Welt steht vor einem dramatischen Wasserproblem: Rund 3,5 Millionen Menschen sterben jedes Jahr durch mangelhafte Wasserversorgung. Mehr als 700 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, mehr als 2,5 Milliarden keine sanitären Anlagen. Die meisten Opfer sind Kinder. „Sauberes Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht, das endlich auch für die ärmsten Familien verwirklicht werden muss. Jeder Mensch hat das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser“, betont UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute Ohoven. Sie fordert zum Weltwassertag am 22. März 2017 mehr Aufmerksamkeit und Engagement aller Menschen für nachhaltigen Umgang mit Wasser. „Um Armut und gesellschaftliche Ungleichheiten weltweit zu bekämpfen, ist eine internationale Wasser-Zusammenarbeit unerlässlich.“

Lebensbedrohliche Wasserknappheit spitzt sich zu
Hochaktuell wird die Problematik um die Ressource Wasser gerade durch die verheerende Trockenheit im Osten Afrikas, die für akuten Trinkwassermangel verantwortlich ist. Mehr 40 Prozent der Menschen haben dort keine Möglichkeit sich mit ausreichend sauberem Wasser zu versorgen. In Krisenzeiten wie der andauernden Dürre leiden vor allem Säuglinge und kleine Kinder, sie trocknen schnell aus. Schätzungen zufolge sind bereits tausende Menschen in Äthiopien, Südsudan oder Somalia von lebensbedrohlicher Wasserknappheit betroffen.
Die Situation weltweit wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Gründe dafür sind ein rapides Bevölkerungswachstum, die Klimaveränderung, gestiegene industrielle Produktion und eine ineffiziente Landwirtschaft. Um einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu entwickeln, müssen alle betroffenen Gruppen an einer Lösung arbeiten. „Insgesamt muss das Bewusstsein für einen sparsameren Umgang mit Wasser bei allen Menschen weltweit geschärft werden“, sagt Ute-Henriette Ohoven.
 Aufklärung über nachhaltige Ressourcennutzung
Für bessere Aufklärung setzen die Projekte der YOU Stiftung bereits auf die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen. Für die große Volkswirtschaft China beispielsweise haben wir ein interaktives Bildungsprogramm mit Experimenten und Vortragsreihen aufgesetzt, das Schüler verschiedener Altersklassen für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und der Umwelt sensibilisiert. Innerhalb der Laufzeit von drei Jahren haben so circa 340.000 Schüler an 480 Schulen im ganzen Land das Programm durchlaufen und werden selbst zu Botschaftern der Sache. Darüber hinaus ist das Thema nachhaltiger Umgang mit Wasser in eine breite Öffentlichkeit gerückt und hat bei vielen Vertretern in der Bildungslandschaft Aufmerksamkeit erzeugt. „Unser WE Wasserprojekt in China ist ein voller Erfolg, der sich schon in absehbarer Zeit rentiert“, lobt Ute-Henriette Ohoven.
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