Projektstatus:
In Umsetzung
Projektort:
Gouvernement ad-Dāli, südliches Jemen
Förderthema:
Gesundheit, Nothilfe
Land:
Jemen
Laufzeit:
2026
Zielgruppe:
gefährdete Kinder und Frauen
Direkt-Begünstigte:
6.000
SDGs:
- Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3)
- Qualitative Bildung (SDG 4)
- Weniger Ungleichheiten (SDG 10)
Mobile, lebensrettende medizinische Versorgung für Kinder und Frauen, die von Konflikten und Überschwemmungen betroffen sind
(Gouvernement ad-Dāli, südliches Jemen)
Der Jemen gilt weithin als eine der schlimmsten und zugleich am meisten vergessenen humanitären Krisen der Welt. Im Jemen benötigen über 21,6 Mio. Menschen, darunter 11 Mio. Kinder, dringend Hilfe. Konflikte, zerstörte Infrastruktur und Überschwemmungen erschweren die Gesundheitsversorgung.
Das Projekt „Mobile Lifeline“ stellt mit einer mobilen Klinik die grundlegende Gesundheitsversorgung für gefährdete Kinder und Frauen, für bis zu 6.000 Menschen im abgelegenen Ort ad-Dāli sicher. Die Klinik bietet Primärversorgung, Mutter- und Kindergesundheit, Behandlung vielerlei Krankheiten, Ernährungsprogramme, Impfungen und Aufklärung – durchgeführt von einem medizinischen Team nach WHO-Standards, um isolierte Gemeinden zu erreichen und Leben zu retten.
Während der Startphase des Projekts liegt der Schwerpunkt auf den sorgfältigen Vorbereitungen der Umsetzung. Durch enge Abstimmung mit Behörden und Gesundheitspartnern wurden Versorgungslücken identifiziert, Strukturen geschaffen und die Voraussetzungen für einen schnellen Start der mobilen Gesundheitsdienste geschaffen, um lebensrettende Gesundheits- und Ernährungsservices zu isolierten Gemeinden zu bringen und zugleich lokale Strukturen zu stärken.
Ziel des Projekts
- Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsversorgung von gefährdeten Kindern und Frauen
- Lebensrettende Basisgesundheitsversorgung sichern
- Versorgung abgelegener, unterversorgter Gemeinden
- Unterstützung schwangerer und stillender Frauen
- Akute Mangelernährung früh erkennen und behandeln
- Impf- und Präventionsangebote ausbauen
- Stärkung gemeindenaher Gesundheitsstrukturen
- Aufbau funktionierender Überweisungssysteme
- Nachhaltige Integration in bestehende Gesundheitsprogramme
Aktivitäten (in der Startphase)
- Koordination mit Gesundheitsbehörden und Health Cluster
- Abstimmung mit RH-Koordinatoren und lokalen Partnern
- Kartierung bestehender Gesundheitsangebote
- Identifizierung unterversorgter Zielgebiete
- Auswahl von neun qualifizierten Gemeindebegleithebammen
- Prüfung der Einsatzbereitschaft und Vorbereitung der Ausstattung
- Planung von Outreach- und Aufklärungsmaßnahmen
- Aufbau von Überweisungs- und Kommunikationsstrukturen
weiterhin geplant:
- Einsatz einer mobilen Klinik
- Impfkampagnen durchführen
- Ernährungs-Screenings und Therapie
- Gesundheitsaufklärung in Gemeinden
- Überweisung schwerer Krankheitsfälle
- Schulung lokaler Gesundheitshelfer/-innen
Bisher erreichte Ergebnisse
- Projekt erfolgreich vorbereitet und implementierungsbereit
- Alle behördlichen Genehmigungen und Abstimmungen abgeschlossen
- Versorgungslücken systematisch identifiziert
- Integration in bestehendes AFH-Gesundheitsprogramm erreicht
- Neun erfahrene Hebammen und eine Supervisorin ausgewählt
- Funktionierende Überweisungswege in Vorbereitung
- Voraussetzungen für den Start mobiler Gesundheitsdienste geschaffen; Feldaktivitäten im Juni begonnen
