Internationaler Tag für die Rechte der Kinder

August 2017 (2)Ein Tag erinnert an die Rechte von Kindern: Am 20. November 1989 haben die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonventionen verabschiedet – ein internationales Abkommen mit rechtsverbindlichem Charakter. Viel ist seitdem unternommen worden, um Kindern eine Stimme zu geben und ihre Bedürfnisse und Rechte zu stärken. Aber eben noch längst nicht genug, wie ein Blick auf Statistiken zu weltweiter Kinderarmut, Gewalt und Missbrauch, frühe Ehen oder Kinderarbeit zeigt. „Weltweit werden bis heute Millionen Kinder um ihre Rechte betrogen“, sagt UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven. Sie kämpft seit mehr als 30 Jahren vor allem für den Schutz und die Rechte der Kinder auf der ganzen Welt und initiiert mit ihrer YOU Stiftung Projekte und Programme für Kinder und Jugendliche.

Noch immer sind beispielsweise in vielen Familien gewalttätige Übergriffe an der Tagesordnung. Mehr als 1 Milliarde Kinder weltweit werden körperlich bestraft. Etwa 70 Millionen Mädchen sind Schätzungen zufolge schon Opfer körperlicher Gewalt und Vergewaltigung geworden. Unzählige Kinder darüber hinaus leben in unvorstellbarer Armut, Hunger oder müssen als Kinderarbeiter Geld verdienen. „Wir haben seit fast 30 Jahren die Kinderrechte der Vereinten Nationen. Diese Tatsache allein ist aber kein Grund sich zurückzulehnen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie das Wohl von Kindern buchstäblich mit Füßen getreten wurde. Sie sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft“, sagt Ute-Henriette Ohoven.
Kinder werden viel zu häufig um ihre Rechte betrogen
Ihre YOU Stiftung verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen ein besseres Leben zu ermöglichen – insbesondere durch Bildung. Allein in Afrika besuchen 30 Millionen Kinder nicht regelmäßig eine Schule. Sie verharren in einem Leben ohne Perspektive und ohne Hoffnung – niemals in der Lage, sich ihre Rechte zu sichern. In Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, die die Stiftung weltweit aufgebaut hat, wird sich um ihr Wohl gekümmert. Hier können sie einfach Kind sein und einige Stunden ihrem oft grausamen Alltag entfliehen. Sie werden gefördert, umsorgt und sind sicher vor Übergriffen.
Eine solche Einrichtung ist beispielsweise der Kindergarten „Kinderglück Joyce“ in Ouakam, Senegal. Hier werden an die 80 Kinder von gut ausgebildeten Erzieherinnen in mehreren Gruppen betreut und frühkindlich gefördert, während ihre Mütter tagsüber als Fischverkäuferinnen arbeiten. Neben pädagogischem Material steht auch altersgerechtes Spielzeug bereit, mit dem sie in einem abgeschlossenen Innenhof spielen können. Sie haben die Möglichkeit sich zu entfalten und werden gleichzeitig bestmöglich auf das Lernen in der Schule vorbereitet, während viele Altersgenossen sich auf der Straße selbst überlassen bleiben. „Wir können nicht auf das Bestehen von internationalen Kinderrechten verweisen, ohne uns um deren Einhaltung Gedanken zu machen,“ sagt Ute-Henriette Ohoven.
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