Kinderarbeit

Kinderarbeit 3

Kinderarbeit

Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes an, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt und nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwicklung schädigen könnte.

Kinderrechtskonvention, Art. 32

 

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO der Vereinten Nationen hat bereits 1992 das International Programm zur Eliminierung von Kinderarbeit etabliert und kämpft seither um ein Verbot der Kinderarbeit. Im Jahr 2000 wurde als Verweis auf die Konvention über die Rechte des Kindes eine weitere Konvention verabschiedet „Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ (Konvention 182).

Die ILO hat sich dazu verpflichtet, bis 2016 die schlimmsten Formen von Kinderarbeit auszurotten.

Dabei richtet sich der globale Aktionsplan der ILO an

  • Eine verstärkte Einbindung und Unterstützung der Mitgliedsstaaten
  • Stärkung der weltweiten Bewegung gegen Kinderarbeit
  • Integration der Angelegenheiten zur Kinderarbeit in die Strategien der ILO zur Förderung menschenwürdiger Arbeit für alle.

Ursachen von Kinderarbeit

  • wirtschaftliches Ungleichgewicht
  • Armut zwingt viele Familien dazu, ihre Kinder arbeiten lassen zu müssen. Bereits im sehr jungen Alter arbeiten die Kinder auf dem Feld (oft das einzige Einkommen vieler Familien in Entwicklungsländern) und verdienen den Lebensunterhalt mit. Die Schulgebühren können sich die Familien in den meisten Fällen gar nicht leisten. Die Arbeit geht vor, da sie für das Überleben der Familien zwingend notwendig ist. Kinder werden zudem überwiegend in unqualifizierte, harte und leider viel zu oft ausbeuterische Arbeit eingesetzt, so dass sie nicht einmal eine richtige Ausbildung bekommen oder ein Handwerk lernen können.
  • Fehlende Bildung ist sowohl eine Folge, als auch Ursache von Kinderarbeit. Kinder und Jugendliche sind oftmals zu geschwächt um die Schule besuchen zu können oder sie finden aufgrund ihrer Arbeit keine Zeit  den Unterricht zu besuchen. Ohne Bildung wird es den Kindern nie möglich sein, eine qualifizierte und gut bezahlte Arbeit zu finden und damit aus ihrer Armut auszubrechen.
  • Bestimmungen der Industrie- und Entwicklungsländer sowie die Nachfrage nach billig produzierter Ware führen dazu, dass die Anzahl der Kinderarbeiter so gravierend ist.
  • Korruption

Bei der Findung einer einzigen Ursache für die hohe Anzahl an Kinderarbeitern werden wir leicht an die Grenzen stoßen. Kinderarbeit, so wie sie weltweit beobachtet wird, ist eine Komposition mehrerer kultureller und sozialer Gegebenheiten, aus denen Kinderarbeit resultiert.

Folgen der Kinderarbeit

    • Ausbeutung
    • Fehlende Bildung und Schulabschlüsse
    • Psychische und physische Schäden

Aktuelle Zahlen weltweit

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass weltweit immer noch 215 Millionen Kinder arbeiten, mindestens 115 Millionen von ihnen in der menschenunwürdigsten und ausbeuterischsten Form der Kinderarbeit. 10 Prozent der Kinder im Alter zwischen 5 -14 Jahren arbeiten. Kinderarbeit ist in den vergangenen vier Jahren um 3 % gesunken. 2004 betrug die Anzahl lediglich sieben Millionen weniger.

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Die YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not, eine Initiative der UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven setzt sich weltweit für Bildung für die Ärmsten der Armen ein.

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